Zeit vs Geld

 

Den ganzen Tag folgen wir Pflichten. Sei es auf der Arbeit oder Zuhause. Aber wer zwingt uns dazu? Eigentlich niemand, oder? Und warum machen wir es dann doch? Warum einen Job ausüben, den man nicht gerne macht? Warum folgen wir Regeln, Uhrzeiten, Trends blind und automatisch ? Eigentlich nur, weil wir keine Zeit haben unsere Situation zu überdenken. Man hat uns ja beigebracht, dass man arbeiten gehen muss, um zu leben. Das man sich hocharbeiten muss, um mehr zu verdienen. Man muss „jemand“ werden. “Jemand“ für wen? Mehr Geld für was? Ist nicht das wichtigste im Leben die Zeit die man hat? Jammern wir denn nicht jeden Tag zu wenig Zeit zu haben? Zu wenig Zeit für Dinge die man liebt, die einen befriedigen, bei denen man die Zeit vergisst…

Zeit und Geld. Beides ist wichtig. Aber was würdest du wählen, wenn es dein letzter Tag auf dieser Welt wäre? Mehr Zeit oder mehr Geld? AHA!!! Frage beantwortet :-).

Das Verstreichen der Tage, ist das Verstreichen unseres Lebens. Hört sich jetzt dramatisch an, ist aber so! Warum wertvolle Zeit  „vergeuden“? Warum muss jeden Tag jemand anders für uns bestimmen was, wann und wie wir etwas zu tun haben? All diese Fragen haben wir uns während der letzten Jahre oft gestellt. Das ständige Warten auf den Feierabend, auf das Wochenende, auf die Ferien…Es ist doch schade sich nur auf das Wochenende oder auf die Ferien zu freuen. Was ist mit den anderen Wochentagen? Glück ist jeden einzelnen Tag aufzustehen und zu denken „Yeah, ich freue mich auf diesen Tag“ und nicht „wann ist endlich Freitag“.

Das Geld, das man braucht, ist relativ. Relativ zum Lebensstil. Konsumiere ich viel, brauche ich viel Geld. Konsumiere ich wenig, brauche ich weniger Geld und könnte deshalb entweder weniger arbeiten und mich meinen Leidenschaften mehr widmen oder einen Job ausüben, der vielleicht nicht so lukrativ ist, aber man es nicht Arbeit nennen kann, weil es höllischen Spass macht.

Während ein paar freien Minuten, haben wir uns mal ausgerechnet, wie die Stunden einer 100% angestellten Person aufgeteilt sind:

5 Wochentage haben 120 Stunden, davon schlafen wir 40 Stunden (8 h im Durchschnitt).

Von den 80 Stunden, die wir wach sind, arbeiten wir mindestens 42 Stunden. Summieren wir noch die Anreise zur Arbeit (1-1,5 h) bleiben noch ungefähr 30 Stunden in der Arbeitswoche, die wir für «uns» haben. In dieser Zeit müssen wir einkaufen, putzen, waschen, kochen, bügeln, etc… Also besteht die Woche zum grössten Teil aus Pflichten. Ein Hamsterrad, das laufen muss, damit wir alles bezahlen können, damit wir nicht im Dreck versinken. Stell dir nämlich vor, wir würden eine Woche die oben aufgeführten Aufgaben nicht ausführen….Dann hätten wir mehr Zeit, aber ein Chaos. An den Arbeitszeiten kann man ja leider keine einzige Stunde schrauben.

Wir möchten nicht, dass unser Leben auf diese Art und Weise an uns vorbeizieht. Wir möchten nicht, dass wir die 30 Stunden «Freizeit», die in der Woche bleiben, zu müde sind, um den Partner zu geniessen oder unsere Mutter anzurufen oder unserem Sport zu widmen. Hier sind nur 3 Dinge aufgezählt, die von diesem Leben beeinflusst werden. Beziehungen, eigenes Wohlbefinden (vor allem im Kopf), Fitness und Gesundheit. Wir könnten aber noch viele weitere aufzählen.

Wir möchten hier und jetzt leben, nach unserem Rhythmus, Leidenschaften und Bedürfnissen. Wir möchten zufrieden ins Bett gehen und es gar nicht erwarten können am nächsten Tag aufzustehen. Klingt wie ein Traum? Ja, aber zum Glück kann man Träume ja verwirklichen! Wir versuchen es!

Hier möchten wir euch einen kurzen Film von Steve Cutts zeigen, der das Ganze genau auf den Punkt bringt:

Happiness from Steve Cutts on Vimeo.