Thailand

 

  1. Bangkok – die Stadt, die den Kopf verdreht
  2. Ko Phayam – die noch unbekannte Hippie-Insel
  3. Khao Sok – Frühstück mit Affen
  4. Krabi – Traumkulisse mit Nebenwirkungen
  5. Ko Lanta – Ruhige Touristeninsel

 

Bangkok – die Stadt, die den Kopf verdreht

 

No, no, I cannot“, mussten wir uns ständig von den Taxifahrern während dieser 3 Tage in Bangkok anhören. Scheinbar hatten wir unser Hotel in einer Strasse, die niemand kannte. Deshalb war es schwierig einen Taxifahrer zu finden, der uns überhaupt mitnahm. Nach einem Blick auf die Visitenkarte des Hotels schüttelten sie den Kopf und fuhren vor unserer Nase weg. Wenn wir dann endlich nach mehreren Versuchen jemanden gefunden hatten, der bereit war uns zu fahren, mussten wir ihm immer noch mit unserer offline Karte (map.me) helfen, während der Fahrer fluchend durch die engen Strassen fuhr. Naja, wir müssen zugeben, dass das Hotel etwas ausserhalb Bangkoks war, jedoch in der Nähe des berühmten Chatuchak Market.

Fazit: Hotel im Zentrum oder wenigstens in Nähe einer Haltestelle auswählen! 😉

 

Zuerst noch ein paar Zahlen, die uns sehr beeindruckt haben und dank denen, man Bangkok besser versteht:

Bangkok hat 9 Mio. Einwohner, der Grossraum Bangkok sogar 14,5 Mio., das heisst, dass jeder fünfte Thai in Bangkok und Umgebung wohnt.

Es gibt 85,000 Taxis und die längste Strasse misst ganze 400 km.

Jetzt könnt ihr euch besser die Dimensionen vorstellen und was für ein Chaos und Lärm dort herrscht. Ausserdem sind überall starke, für uns ungewohnte Gerüche. Die Strassenränder sind voll mit Garküchen, die jegliche Gerichte anbieten. Von Früchten, über traditionelle Gerichte, bis frittiere Insekten, findet man alles. Den günstigsten Fried Rice den wir gegessen haben, kostete 30 Cent!

Die Stadt bietet wirklich alles was das Herz begehrt. Man findet sowohl luxuriöse, sowie einfache Restaurants und Hotels. Das Vergnügungsangebot ist unendlich. Es gibt grosse Shopping Malls, Kinos, Kunstgalerien, Märkte, Musikhalls etc. Grünflächen sieht man jedoch nur sehr selten. Wir sind in den fast einzigen Park in Bangkok gegangen, um etwas „Ruhe“ zu finden. Der Lumphini Park. Hier geht es aber eher wie auf einem Sportplatz zu. Die Einwohner joggen hier, machen Yoga und abends finden grosse Aerobic Klassen statt. Sehr amüsant zum zuschauen.

Wer an Tieren interessiert ist, entdeckt dort einiges. Wir haben während unserem Spaziergang Warane, Schildkröten, Fledermäuse und verschiedene Vogelarten gesichtet.

Unser Highlight war der Chatuchak Market. Dieser Wochenendmarkt ist der grösste seiner Art weltweit. Hier findet man überwiegend Kleidung und Accessoires, Souvenirs, Essenstände, aber auch Möbel und Tiere. Wir waren am meisten am Tierbereich interessiert (wer Aaron kennt, weiss warum 🙂 ). Wir waren neugierig zu wissen, ob die Tierhaltung wirklich so schrecklich ist, wie man sagt. Leider mussten wir feststellen, dass es wirklich so ist. Teilweise sind die Tiere ohne Wasser oder viel zu viele Tiere im gleichen Käfig, so dass sie gezwungen sind übereinander zu liegen. Die Hundewelpen werden mit Bananen gefüttert, sind aber noch relativ gut gehalten. Die Hitze macht jedem Tier dort zu schaffen. Wir gehen hier lieber nicht weiter ins Detail. Fotografieren war nicht erlaubt, damit ist schon alles gesagt.

Es lohnt sich auch einen Tagespass für die „Skytrain“ (BTS) zu kaufen und einmal quer durch Bangkok zu fahren und deren Skyline zu bewundern. Von oben wird einem nochmal richtig bewusst, wie eng die Menschen nebeneinander leben, wie nah Luxus und Armut sind und wie Baracken neben modernen Wolkenkratzern stehen.

Von den Tempeln können wir euch leider nichts erzählen. Wie uns keine Kirchen in Europa anziehen, so tuen es auch nicht die Tempel in Asien. Wir haben jedoch den Königspalast vom Boot aus gesichtet.

Eine Bootstour über den Chao Praya gibt übrigens eine weitere schöne Perspektive der Stadt. Fern vom quirligen Geschehen. Wobei auch auf dem Fluss ganz schöner Verkehr herrscht. Unter anderem die berühmten schwimmenden Händler. Hier gibt es nur vereinzelte Boote, die etwas verkaufen. Die richtigen schwimmenden Märke findet man ausserhalb Bangkok. Diese lohnen auf jeden Fall einen Besuch, auch wenn ziemlich touristisch.

 

Bangkok ist ausserdem für die Roof top Bars bekannt. Ob die vom Film „Hangover“ oder eine andere, die Aussicht ist einfach atemberaubend. Dieses Erlebnis hat auch seinen Preis. Cocktails und Essen sind deutlich teurer als unten. Achtung: meistens gibt es einen Dresscode.

Allgemein sind die Menschen hier sehr freundlich und zuvorkommend. Man fühlt sich willkommen und sicher. Man wird auch nicht belästig, wie man es von anderen Ländern gewohnt ist.

Unsere Empfehlungen

Hotel: Loy La Long Hotel. (Das haben wir im April 2017 getestet). Ein sehr charmantes, ganz authentisches und spezielles Hotel. Der Inhaber ist freundlich und zuvorkommend. Auch das Essen ist sensationell. Die Lage ist ebenfalls top. Direkt am Fluss. Man fühlt sich wie in einem Bootshaus. Einziger Minuspunkt: Nachts ist es etwas laut, da der Flussverkehr auch dann keine Pause macht.

Roof top Bar: Red Sky. Eine sehr moderne, coole Bar im 54. Stock des Centara Grand Hotel.

Restaurant: Mango Tree Surawong. Hier haben wir einer der besten Papaya Salate gegessen.

In 3 Tagen Bangkok haben wir nur einen winzigen Teil von dieser pulsierenden Stadt gesehen. Jedoch konnten wir uns einen recht guten Überblick und persönlichen Eindruck verschaffen. Wer also Fragen hat, her damit! 🙂

 

Ko Phayam – die noch unbekannte Hippie-Insel

 

Nach 4 Tagen Bangkok und den letzten hektischen Wochen vor unserer Abreise hatten wir einfach nur Lust auf Strand und Meer. Die grosse Auswahl an thailändischen Inseln hat uns die Entscheidung schwieriger gemacht als gedacht. Fest stand: kein Ko Samui, kein Ko Phangan, kein Ko Phi Phi. Also haben wir uns ein paar nie gehörte Inselnamen herausgesucht und aufgeschrieben. Mit dem Finger über die Liste gefahren bis der andere „Stop“ sagte. Der Finger zeigte auf „Ko Phayam“ , unsere nächste Destination!

Die erste Insel dieser Reise ist uns besonders im Herz geblieben. Nicht nur wegen dem „ersten Mal Effekts“, sondern weil die Uhren hier einfach anders ticken. Dass hier die Uhrzeit wenig eine Rolle spielt, merkt man auch an den falsch laufenden Uhren, die überall hängen. Entsprechend überrascht waren wir als die Fähre tatsächlich pünktlich nach Plan abfuhr.

 

Schon bei der Ankunft am Pier verspürt man die entspannte Atmosphäre. Es gibt keine Autos auf dieser Insel. Das einzige Transportmittel ist das Moped, das auch als Taxi dient, auch wenn man viel Gepäck hat. 5 Minuten nachdem wir uns ein Taxi bestellt hatten, kamen zwei Mopeds, die wir mit unseren Backpacker Rucksäcken anstarrten wie Ufos. „And our luggage?“, fragten wir blöd. Ohne Antwort packten sie jeweils einen Rucksack vor sich zwischen ihre Beine und wir setzten uns hinten drauf mit den kleineren Rucksäcken. Die Fahrt verlief trotz den (für unsere Verhältnisse) schlechten Strassen, einwandfrei.

Ganz ohne Erwartungen (vielleicht genau deshalb), hat die Insel unser Herz erobert. Der angenehme Rhythmus der Tage, sowie die freundliche Art der Menschen schenkt einem eine unglaubliche innere Ruhe. Bereits nach wenigen Tagen begrüsste man sich mit dem einem oder anderen. Die Tage waren von guten Gesprächen, langen Spaziergängen, dem Entdecken von Stränden und Beobachtung von Tieren gefüllt. An den Sonnenuntergängen konnten wir uns gar nicht satt sehen. Ein Traum!

 

 

Die nur 8 km lange Insel war relativ schnell erkundet. Das überschauliche Angebot an Restaurants und überhaupt an den typisch thailändischen Dienstleistungen, wie Massagen und Tattoos war ebenfalls rasch verglichen. Niemand stand vor seinem Geschäft, um sich mit Herbeirufen neue Kundschaft anzulocken. Man fühlte sich so Mitglied der Gemeinschaft und kein Touri zum Abzocken.

Der Besuch des Dorfes der Seenomaden hat uns sehr zum Nachdenken angeregt. Die Kinder sind uns mit ihren extrem breiten Lächeln entgegen gehüpft und haben uns mit ihrem selbst konstruierten Floss über den Fluss zu ihrem Dorf gezogen. Sie zeigten uns ihre Schule und wollten mit uns spielen. Vor den sehr bescheidenen Häusern hingegen sahen wir die Eltern mit leeren Gesichtsausdrücken. Viele der Kinder hatten offensichtlich ein gesundheitliches Problem, das höchstwahrscheinlich auf mangelnde Hygiene zurückzuführen ist. Die trotz allem lachenden Gesichter werden uns für immer in Erinnerung bleiben.

Über die Seenomaden

Moken, heissen die Seenomaden des Andamanensees, eine Minderheit die von den Behörden diskriminiert und meist nicht mal registriert wird und deshalb auch keine Rechte haben. Sie sind staatenlos. Ihre Lebensweise ist halbnomadisch. Während der Zeit des Monsuns bleiben sie auf den Inseln, in der übrigen Zeit des Jahres ziehen sie mit Booten von Insel zu Insel und leben vorwiegend vom Fang von Fischen, sowie von Meeresfrüchten. Durch generationenlanges Tauchen nach ihrer Lebensgrundlage ohne technische Hilfsmittel hat sich ihre Sehfähigkeit unter Wasser stark verbessert. Während des Tsunamis wurden sie zu Helden, weil sie als einzige die bevorstehende Gefahr aufgrund des ungewöhnlichen Kreisens der Vögel, der unruhigen Hunde und des zurückziehenden Meeres. Somit konnten sie sich selbst und einige Touristen auf den Berg retten.

Wir haben dieses easygoing Leben auf Ko Phayam sehr genossen und genügend Energie getankt, um nach 7 Tagen weiter nach Khao Sok zu ziehen, wo wir unsere Dschungeltrecking-Leidenschaft ausleben können.

Fakten

Provinz: Ranong (nördliche Andamanenküste)

Grösse: 8 km lang, max. 5 km breit

Anreise: von Ranong mit dem Speedboot (35 Minuten – 350 Baht p. P.) oder mit der Fähre (1,5 h – 200 Baht p. P.)

Beste Reisezeit: Von November bis Ostern ist Hauptsaison, ansonsten regnet es viel und viele Anlagen sind geschlossen. Tipp: kurz vor oder nach der Hauptsaison reisen. Das Wetter ist dann meist gut und die Preise sind noch die der Nebensaison.

Preise: Bungalows ab 300 Baht; Moped 150-200 Baht pro Tag

Reisetyp: Naturfreunde, die sich abseits ausgetretener Pfade bewegen möchten und auf Luxus und unzähligen Vergnügungsangebote verzichten können. Hier erlebt man noch das einfache Thailand.

Strände: Es gibt die zwei Hauptstrände Ao Khao Kwai (Büffelbucht) im Nordwesten, die immer zum Schwimmen geeignet ist und Ao Yai (grosse Bucht/ long beach) im Südwesten, wo man nur bei Flut baden kann. Weitere kleine Strände: Ao Klang Peer (Monkey Bay), so genannt, wegen der Affen, die dort zu finden sind. Ao Mae Mai, gleich neben dem Pier. Ao Hin Kam im Nordosten.

Aktivitäten: Kajak, schnorcheln, tauchen, surfen, Stand-up paddeln, Ausflüge zu den Nachbarinseln.

Geld: Es gibt keine Geldautomaten!

Unsere Empfehlungen

Restaurant: FlowerPower. Hier hatten wir bereits am ersten Tag unseren Lieblingsplatz gefunden. Das italienische Ehepaar war für unsere verwöhnten Gaumen, ein Glücksfund. Von selbstgemachter Pasta, Pizza, italienischem Kaffee, über thailändische bis hin zu malaiischen Küche gibt es praktisch alles was das Herz begehrt. Das alles in einem gemütlichen Ambiente und mega sympathischen Gastgebern.

Tattoo: Das FlowerPower hat ausserdem einen sehr empfehlenswerten Tätowierer, der die traditionelle Bamboo-Technik anwendet. Aaron konnte seinen langersehnten Wunsch einer Schildkröte auf der Wade, hier nicht widerstehen. Das Tattoo ist der Hammer geworden. Die Schmerzen sind weniger stark, als mit der Tätowiermachine, es blutet und juckt auch nicht. Und das beste: man muss danach nicht auf Wasser und Sonne verzichten!!!)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Khao Sok – Frühstück mit Affen

 

Nach einer 9-stündigen Reise im Speedboot, Mini Van und Linienbus kamen wir am Abend erschöpft in Khao Sok an. Dank des verrückten Fahrers des Mini Vans, der scheinbar nicht wusste, dass man bei doppelt durchzogener Linie in Kurven nicht überholt, und dank der jungen Thailänderin, die die ganze Fahrt ihre Plastiktüte füllte, waren es gefühlte 24 Stunden. Ausserdem lud der Fahrer den ganzen Weg entlang hier und da Pakete und Ware ein, die er später irgendwo liefern musste. Ganz bestimmt sind wir nicht den direkten Weg nach Khao Sok gefahren, sonst hätten wir für 250 km bestimmt weniger gebraucht, trotz den Konditionen der thailändischen Strassen!

Die atemberaubende Aussicht der letzten Stunde Fahrt mit dem Linienbus hat die vorigen Stunden wieder ein bisschen gut gemacht. Der Sonnenuntergang verlieh dem üppigen Wald bewachsenen Kalksteingebirgszüge eine magische Atmosphäre.

Die direkt am Fluss liegende Stelzenhütte, inmitten des Regelwalds mit Kalksteinkulisse, die für die nächsten 3 Tage unsere Unterkunft sein sollte, liess die Anfahrt dann schnell in Vergessenheit geraten.

 

Am nächsten Morgen spürten wir plötzlich die Hütte beben. Nach einem kurzem Schrecken entdeckten wir, dass ein Affe unsere Treppe hinaufgeklettert ist. Ihm folgten in kürze eine ganze Bande, die sich auf unserem Balkon austobten. Wir hatten das Vergnügen dem Affenspektakel eine ganze Weile lang zuzusehen. Was für ein einmaliges Erlebnis!

 

 

Die 2 Dschungelpfade im Nationalpark konnten entweder mit oder ohne Guide entdeckt werden. Ganz auf Travelinos Art nehmen wir den ersten Pfad alleine in Angriff. Der Weg beginnt ganz easy und ist hervorragend ausgeschildert, so dass wir unsere Entscheidung alleine gegangen zu sein nicht bereuen. Nach und nach werden die Beschilderungen immer weniger und die Wege unerkennbar. Auch die Karte, die uns am Eingang des Parks mitgegeben wurde, half uns nicht weiter. Während wir ehrgeizig und natürlich auch sehr vorsichtig uns nicht zu verlaufen, versuchten den richtigen Weg zu finden, trafen wir auch weitere Wanderer, die das gleiche Problem hatten. Leicht enttäuscht das Ziel, mit dem wohl sehenswerten Wasserfall nicht erreicht zu haben, kehrten wir um. Auch weil uns allmählich der Proviant ausging und der Hunger uns einholte. Wie uns der grimmige Parkwächter am Eingang zuvor zugesichert hatte, gab es auf ungefähr halber Strecke ein Restaurant, welches wir auch gesichtet hatten. Als wir aber dort auf dem Rückweg zur Mittagszeit ankamen, sagte der ebenfalls unsympathische Typ hinter der Theke nur „no food, no food“. Erschöpft und wütend über die Fehlinformation marschierten wir zum Ausgang, wo wir dem Wächter die Situation des Restaurants entsprechend schroff an den Kopf warfen.

Schlussendlich war die Eintrittsgebühr für den Park über 300 Baht ungerechtfertigt. Der Eintritt ist ausserdem nur 24h gültig, somit haben wir am nächsten Tag auf den anderen Pfad verzichtet. Dieser soll schwieriger sein als der erste. Eine Guide zu zahlen, denkt Travelinos gar nicht. „Auf eigene Faust“ ist unser Motto. Wir möchten selber Entdeckungen machen, ohne dass uns ein Führer ein Tier vor die Füsse legt und so tut als hätte er es gerade entdeckt.

Somit liefen wir am nächsten Tag auf den Trails ausserhalb des Parks, welche sich als sehr spannend herausstellten. Wir konnten an verschieden Orten feststellen, dass die Nationalparks und deren Führungen völlig überteuert sind.

 

Unsere Empfehlungen

Unterkunft: Our jungle camp. Super schöne Stelzenhütten mitten im Regenwald. Ohrstöpsel mitnehmen! Das nächtliche Zikaden-/Frosch Konzert und andere nicht identifizierbare Geräusche haben uns einige Stunden Schlaf geraubt.

Restaurant: Family Restaurant You Are My Family, diese herrliche Familie kocht alles frisch und serviert grosszügige Mengen. Hier gibt es ein ausgezeichnetes Hähnchen vom Grill.

 

Krabi – Traumkuslisse mit Nebenwirkungen

 

Das  paradiesische Motiv von Sandstränden mit einer atemberaubenden Kulisse aus Kalksteinfelsen hat uns nach Krabi gelockt. Es sieht auch genau wie auf den Google Bildern aus, nur hat der Massentourismus hier die Authentizität Thailands deutlich getrübt. Restaurants, Souvenirläden und Tourenanbieter reihen sich hier dicht nebeneinander. Jeder versucht sich vor seinem Geschäft Kundschaft zu angeln. Am krassesten war das Massageangebot der Strandpromenade entlang. Während wir hier spazierten und eigentlich das Meer und die Landschaft geniessen wollten, riefen die Frauen von rechts und von links dauernd „Massage, Massage, do you want Massage?“ in unsere Ohren.

Ein weiterer Grund, der uns nach Krabi gezogen hat, war das Klettern. Hier her kommen Kletterer aus aller Welt, um diese gigantischen Felsbrocken zu erklimmen. Dieses neue Erlebnis wollten wir uns nicht entgehen lassen und liessen uns gleich am nächsten Morgen zur nur mit dem Longtailboot erreichbaren Bucht, Ao Ton Sai chauffieren. Ein erfahrener Instruktor brachte uns die Basics bei, bevor wir selber versuchten die Felsen hochzuklettern. Diese Sportart nimmt jedes einzelne Körperteil, sowie den Kopf komplett in Anspruch. Super coole Erfahrung!

Krabi ist ein idealer Ausgangspunkt, um zu weiteren begehrten Zielen wie die Bucht von Phan Nga, Ko Phi Phi oder Phuket zu gelangen. Ausserdem gibt es viele wunderschöne kleinere Inseln mit weissen Sandstränden, die man für einen Tagesausflug ansteuern kann.

Sicherlich ist Krabi sehenswert, jedoch keine Wohlfühloase für uns. Deshalb waren wir froh nach 3 Tagen weiter zu ziehen und auf Ko Lanta hoffentlich wieder das ruhigere und authentische Thailand zu finden.

 

Unsere Empfehlungen

Kletterschule: Base Camp Climbing.

Fischrestaurant: Krua Thara Seafood Restaurant, nicht das schönste Lokal, dafür Fisch und Meeresfrüchte frisch aus dem Becken.

Tipp: Holt euch mehrere Angebote ein, bevor ihr eine Tour oder einen Transfer bucht. Die Preise variieren sehr aufgrund des grossen Angebots. Traut euch ruhig zu handeln.

 

Ko Lanta – Ruhige Touristeninsel

 

Abgesehen von der ersten Horrornacht in einem noch nicht eröffneten Resort (war richtig spooky), waren die 9 Tage auf Ko Lanta spannend und entspannend zugleich.

Die Insel ist gut mit dem Moped zu erkunden. Je mehr es in den Süden geht, desto ruhiger wird es. Die Strände sind auf der ganzen Insel sehr schön und zum Baden geeignet. Da sie so weitläufig sind, sind die Strände nie überfüllt. Überall findet man gemütliche Bars und Restaurants. Jeden Abend nach Sonnenuntergang lassen Feuerakrobaten am Strand die Stimmung bei einem leckeren Drink aufkommen. Live Bands und gediegene Beach Partys runden das Abendprogramm ab.

 

 

Ganz im Süden liegt der Nationalpark, der einen sehr schönen Aussichtspunkt und einen 1,7 km langen Rundgang durch den Regenwald bietet. Da wir hier mehr körperliche Anstrengung erwartet hatten, sind wir weiter zur Tiger Cave, um weiter wandern zu können. Eigentlich wird diese Höhle von den Tourenanbietern überall angeboten, als wir jedoch dort ankamen war alles verlassen und schlecht ausgeschildert. Trotzdem machten wir uns auf die Suche nach der Tiger Cave. Nachdem wir einmal einen falschen Weg eingeschlagen hatten, haben wir dann doch das Restaurant, das die Tickets verkauft und eine Guide zur Verfügung stellt, gefunden. Das komische war, dass keine Menschenseele dort war. Nur die Frau mit den Tickets, die aus dem Haus kam, als wir ankamen, ihr Kind und einige Hühner. Ok, so interessiert waren wir jetzt doch nicht an dieser Höhle, wo sowieso kein Tiger mehr lebt und zischten dankend ab.

 

 

 

Die Oldtown von Ko Lanta verdient auf jeden Fall besucht zu werden. Die Altstadt besteht nur aus einer kurzen Strasse mit süssen Restaurants und schönen Souvenirläden direkt am Meer. Sonntags findet hier auch ein Markt statt. Aber aufpassen: Nur am Vormittag! Travelinos waren so schlau und hat entschieden erst die Stadt anzuschauen und dann nur noch beim abbauen des Marktes zuzusehen. Ähm ja, Obststände gibt es ja zum Glück an jeder Ecke!

 

Empfehlungen

Hotel: Baan Pakgasri Hideaway. Top Lage. Direkt am Klong Nin Strand. Sehr freundliche Gastgeber.

Best smoothie: Im „The same but differant, Papa & Mama“ (sie haben es wirklich different mit „a“ geschrieben! man kann es nicht verfehlen:-)), in der Old Town, haben wir den besten Smoothie unseres Lebens getrunken: Green mango, peppermint, ginger, passion fruit. Himmlisch!

Bar: Why not Bar. Gemütliches Ambiente direkt am Strand. Feuershows, coole Live Musik, free Popcorn.

 

Unsere Meinung über Massentourismus

Klar, es spricht sich schnell rum, wo es schön ist. Wir selbst berichten hier ebenfalls über sehenswerte Orte. Es ist ja auch gut, dass sich diese Länder dank dem Tourismus bereichern und weiterentwickeln können. Schade, dass die Erweiterung der touristischen Infrastruktur unserer Meinung nach nicht zu Gunsten der natürlichen Schönheit Thailands umgesetzt wird. Ästhetik ist nicht ganz ihre Stärke. Die Natur wird oftmals überlastet, was schwere Folgen mit sich trägt, siehe Beispiel der Maya Bay. Die berühmte Bucht von „The Beach“ musste dieses Jahr 5 Monate gesperrt werden, um sich von den Strapazen der täglich 5’000 Besuchern zu erholen. Die Meeresflora und Fauna war komplett zerstört. Wir lieben Thailand ausserdem wegen dem angenehmen und sicheren Gefühl, dass man hier verspürt. Kriminalität gegenüber Touristen ist ziemlich gering und selten will dir hier jemand etwas zu verkaufszwecken aufschwätzen. Dies kommt aber ab und an in den Touristenhochburgen vor, welche wir wegen den erwähnten Gründen vorzugsweise meiden.

 

Good bye Thailand! Wir kommen sicher wieder. Es gibt noch viel zu sehen. Jetzt geht’s ab nach Malaysia!

Jenni & Aaron

 

4 Kommentare

  1. Elisabeth und Erich Rothen

    weiterhin gute reise wir sind gespannt auf interessante Neuigkeiten tschuess zaeme

    Antworten
    • admin

      Danke euch 🙂 Bald kommt dann schon der nächste Beitrag über Malaysia.

      Ganz liebe Grüsse
      Jennifer & Aaron

      Antworten
  2. Adriana e Thomas

    Ciao cari travelinos!
    Ist das ein wunderbarer Bericht und so gut geschrieben! Danke👌💕Da ist schriftstellerisches Potenzial in der Luft.👍..
    Es freut uns , dass es Euch so gut geht, dass ihr so glücklich und entspannt seid.
    Wir folgen Euch auch immer auf Instagramm und tauchen in den schönen Fötelis ein, die Ihr immerwieder postet. So können wir ,wenn auch nur virtuell an Eurer Reise teilnehmen.
    Wir wünschen Euch von ganzem ♥ weiterhin glückliche Tage und warten gespannt auf weitere Berichte oder Bilder.
    Un abbraccio forte
    Adriana e Thomas

    Antworten
  3. Thomas Rothen

    Sali Zäme
    Spannende Reise und ein super Bericht, dass alles erinnert mich an meine Zeit in Afrika.
    Gruss

    Thömu

    Antworten

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