Malaysia

 

  1. Langkawi – Keine Liebe auf den ersten Blick
  2. George Town – ganz anders als erwartet
  3. Kuala Lumpur – Nicht nur die Stadt der Petronas Twin Towers

 

 

Langkawi – Keine Liebe auf den ersten Blick

 

Die Überfahrt nach Langkawi von Ko Lanta (Thailand) mit dem Speedboot und der Fähre verlief einwandfrei, wenn auch eine bisschen lang. Als wir in Ko Lipe umstiegen, wäre uns fast die Augen aus dem Kopf gefallen…so ein türkis-blaues Meer und einen so weissen Sand hatten wir auf der ganzen Reise noch nicht gesehen. Aufgrund der Gezeiten, ist es eher ungewöhnlich für Thailand (ausser auf kleinen Inseln) kristallklares Wasser zu finden. Nur ab und zu hat man das Glück bei den richtigen Wetterbedingungen und Wasserstand ein paradiesisches Meer zu sichten. Was nicht heisst, dass es sonst nicht schön ist, aber eben trüber. Leider fuhr unsere Fähre schon nach 1 Stunde Aufenthalt, weshalb wir dieses idyllische Meer nur von der Strandbar aus bewundern konnten. Am liebsten wären wir hier geblieben, aber unser Thailand Visum war am ablaufen und mussten aus dem Land ausreisen. Naja, unsere Reise wird uns sicher noch mit weiteren solchen Stränden bescheren und trösteten uns somit, als wir auf die Fähre Richtung Langkawi stiegen.

Der erste Eindruck am Hafen ist pompös. Ganz anders als in Thailand, präsentiert sich hier der Hafen wie ein Flughafen mit spiegelsauberen Dutyfree bei einer Innentemperatur, wie in einem Kühlschrank. Auch draussen sieht man an der Architektur, dass Malaysia das meist entwickelte Land Südostasiens ist. Ein weiterer auffälliger Unterschied zu Thailand ist die Beherrschung der englischen Sprache der Malaien. Wir waren so froh endlich mal mit einem Einheimischen zu reden, Fragen zu stellen und Empfehlungen zu erhalten. Scheinbar ist die Bildung hier um einiges im Voraus.

Voller Vorfreude die Insel zu entdecken, klapperten wir gleich am ersten Tag fast die ganze Küste ab. Jedoch wurde unser Enthusiasmus von Strand zu Strand weniger. Obwohl die Strände ganz schön, gepflegt, weitläufig, fein und fast weiss waren, überkam uns kein Wow-Effekt. (Schon zu verwöhnt??? :-))

 

 

Der Strand im Nordosten, in der Nähe der Mangrovenwälder entsprach am meisten unseren Parametern (Jenni müsste eigentlich drüber nachdenken Beachtesterin zu werden :-)). Einziger Makel, dass man beim Schwimmen auf die starke Strömung aufpassen muss. Die aus den Meer herausragenden Kalksteine, verleihen dem Strand eine magische Kulisse.

 

 

 

Die weissen, langen Strände im Südwesten (Cenang und Tengah) sind die beliebtesten von Touristen. Dementsprechend viele Wassersportarten werden hier angeboten. Von Jetski, über Parasailing bis zum Bananaboot ist alles dabei. Der Strand ist vollgeparkt mit Jetskis, die von ihren Besitzern angepriesen werden, wie die Massagen in Krabi (siehe Bericht über Thailand – Krabi). Diese Strände sind nicht schlecht, wer jedoch naturbelassenere Ecken sucht, ist hier falsch.

Allgemein scheint Langkawi ein einziger Vergnügungspark. Familien können sich sicher 2 Wochen lang beschäftigen. Die Karte der Insel ist übersät von Parks, wie Krokodilfarm, Wildlifepark, Schmetterlingpark, Unterwasserwelt etc. Auf jeden Fall ein Paradies für Kinder.

Die einzige Touristen Attraktion, die uns angezogen hat, war die Seilbahn, die auf den zweit höchsten Berg von Langkawi führt. Die zweithöchste Spitze von diesem Berg haben wir sogar zu Fuss bestiegen. Aber dazu später. Zurück zur Seilbahn (eine schweizer Konstruktion übrigens!). Der Aufstieg dauert ungefähr 15 Minuten mit einem Zwischenstopp an einer Aussichtsplattform. Das Panorama von hier ist wirklich atemberaubend. Ein paar Selfies und Fotos mit zig anderen Leuten, die um den besten Platz kämpfen und weiter geht’s zur höchsten Ebene, wo auch die berühmte Skybridge schwebt. Man bekommt wirklich weiche Knie hier oben, erst recht wenn man sich auf die Glasausschnitte auf der Brücke stellt.

 

 

Das schönste Erlebnis und zudem noch unser grösster Stolz ist der Aufstieg des 850 hohen Berges namens Gunung Mat Chinchang. Inklusive Abstieg haben wir 4 Stunden gebraucht. Zu erwähnen ist die zweite Stunde bergaufwärts! Der Weg ging senkrecht steil hoch. Zum Glück war er mit einem Seil versehen, an dem man sich hochziehen konnte. Der Schweiss lief uns wie Wasser am Leib runter und jedes Mal wenn wir den Blick nach oben richteten überkam uns ein Lachanfall, weil wir das Ende nicht sahen. Als wir den Gipfel dann ungläubig und schweissgebadet erreichten, wurden wir mit einem einzigartigen Ausblick belohnt. Mit Thunfisch-Toasts genossen wir das Panorama und unseren Erfolg. Dann ging es wieder 2 Stunden Bergabwärts. Unten angekommen, haben wir uns noch im Naturbecken mit kristallklarem Wasser erfrischt. Ein Paradies auf Erden! Man hätte nackt baden können, denn diesen Wanderweg laufen nur wenige.

 

 

Der Seven Wells Wasserfall ist ebenfalls ein Abstecher wert. Er ist so benannt, weil sieben natürliche Pools auf verschiedenen Ebenen durch Wasserströme gebildet wurden, die den Berg Mat Chinchang – hinunterfließen. Dies ist der malerischste und zweifellos der beste Wasserfall der Insel. Hier kann man wunderbar in den natürlichen Pools mit Aussicht baden. Bis zu den obersten Pools muss man erst ein wenig schwitzen, insgesamt sind es nämlich 638 Stufen, die nach oben führen.

Unsere Empfehlungen

Unterkunft: Camp Valley. Günstige gepflegte Zimmer. Sympathischer Inhaber, der gut Auskunft über die Insel gibt. Highlight: Fitness Bereich.

Restaurant: Fish Farm. Der Fisch wird frisch aus dem Becken gefangen. Sehr schickes Ambiente. Etwas teuer für Backpacker, sonst preislich ok.

 

George Town – ganz anders als erwartet

 

 

Egal wen man fragt und wo man liest, jeder betrachtet George Town als ein Must See in Malaysia. Den Beschreibungen und Bildern im Internet zufolge, soll die Stadt auf der Insel Penang einen ganz persönlichen Charme versprühen. Bunte Häuser im britischen Kolonialstil, sehenswerte und interaktive Streetarts und ein kulinarisches Paradies, so heisst es.

 

 

 

Wir konnten den Charme einfach nicht erkennen. Die bunten Häuser waren verblichen, gelangweilte Rikschafahrer hingen an den Strassenecken rum, die Lokale waren, ausser ein paar wenige Ausnahmen, nicht speziell und den kolonialen Flair, verspürt man auch nur mit Mühe. Die einzige englische Eigenschaft, die wir bemerken konnten, war der viele Regen :-P. Der chinesische Einfluss hingegen, hat hier die Überhand genommen, was sich in der Architektur, in den Geschäften und Restaurants widerspiegelt. Die berühmten Streetart Malereien lockern die, für unseren Geschmack graue Stadt, wenigstens ein bisschen auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wieder zu hohe Erwartungen? Vielleicht sollte man nicht zu viel über einen Ort lesen, bevor man ihn besucht. Ohne Erwartungen kann man bekanntlich auch nicht enttäuscht werden. Im Fall von George Town fanden wir die Abweichung der Bewertung anderer Blogger zur unserer, so extrem, dass wir dachten entweder nicht in dem George Town zu sein, das alle empfehlen oder nicht die richtige Ecke entdeckt zu haben. Nachdem wir uns von den Einheimischen die Bestätigung geholt hatten, dass wir am richtigen Ort sind, guckten wir blöd aus der Wäsche. Unserer Meinung nach ist die Stadt völlig überbewertet.

Sehr wahrscheinlich findet ihr keine weiteren Beschreibungen über George Town wie unsere. Wir schreiben hier unsere persönliche Wahrnehmung, die natürlich rein subjektiv ist! Vielleicht habt ihr George Town ganz anders erlebt. Wir freuen uns über eure Kommentare.

Unsere Empfehlung

Essen: Red Garden Paradise – Food Court. Sauber, lecker und günstig.

 

Kuala Lumpur – Nicht nur die Stadt der Petronas Twin Towers

 

Unsere Ankunft in Kuala Lumpur war etwas mühevoll. Die Unterkunft, die wir uns auf booking.com rausgesucht und wegen voriger schlechten Erfahrungen, nicht vorgebucht hatten, war disaströs. Das Apartment entsprach nicht den Bildern und war auch noch so schmuddelig, dass wir nicht mal die Klinke berühren wollten. So machten wir uns mit unseren schweren Rücksäcken auf die Suche nach einer Bleibe. Etwas hungrig dachten wir gerade drüber nach, ob wir nicht an der Strasse etwas essen sollten. Der Hunger war jedoch schnell verflogen, als wir eine fette Ratte genau vor dem Stand vorbeilaufen sahen. Igitt! Am gleichen Stand rief uns ein Taxifahrer hinter her. Der kommt uns grad gelegen, dachten wir, weil die andere Unterkunftsoption war 1,5 km entfernt und unsere Rücken waren schon am Limit. Als er aber 7 CHF (für 8km hatten wir vorher 4 CHF bezahlt) für die kurze Strecke wollte, liessen wir ihn lachend abblitzen und gingen zu Fuss weiter. Zum Glück hatten wir nach wenigen Metern ein geeignetes Hotel gefunden.

 

 

Das Wahrzeichen von KL, sind wohl eindeutig die Petronas Twin Towers. Der höchste und coolste Wolkenkratzer dieser Stadt ist extrem fotogen. Man kann ihn von fast überall in der Stadt sehen und ihn somit als Referenzpunkt nutzen. Gerade weil diese Konstruktion so cool ist, tummeln sich natürlich viiiiele Touristen auf dem vorliegenden Platz, der den besten Shooting Spot bietet. Hier muss man beim Fotografieren aufpassen das man keinem einen Schlag mit dem Ellenbogen verpasst. :-).

 

 

 

Eine sehr gute Möglichkeit sich ein Gesamtbild der Stadt zu verschaffen ist der Hop-on/ Hop-off Bus. Wir sind unter anderem am botanischen Garten ausgestiegen, den wir sehr empfehlen. Hier kann man dem Stadttrubel gut entfliehen und Tiere und Pflanzen beobachten. Künstliche Wasserfälle und Brücken verleihen dem Garten eine entspannende Atmosphäre.

 

 

Gesamteindruck von Malaysia

Wir haben nur 2 Wochen in Malaysia verbracht. Eigentlich bietet das Land mehr zum Besichtigen. Jedoch ist es nicht für unsere Bedürfnisse und Reiseart geeignet. Die Preise sind tendenziell höher als in anderen südostasiatischen Ländern. Zudem kam die Ostküste nicht in Frage, da dort gerade Monsunzeit herrscht.

Die Begegnungen mit den Einheimischen war immer sehr angenehm. Die Malaien sind ein offenes Volk, wahrscheinlich auch aufgrund der vielen verschiedenen Kulturen, die friedlich miteinander leben. Dementsprechend hat sich auch eine kulinarische Vielfalt entwickelt.

Wir werden sicher für einen Urlaub nach Malaysia zurückkehren. Und jetzt ab nach Indonesien!

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