define('DISALLOW_FILE_EDIT', true); define('DISALLOW_FILE_MODS', true); Indonesien - Travelinos

Bali

 

Bali war schon lange ein Traum von Jenni. Als sie noch in Italien lebte, erschien ihr es als eine unerreichbare Destination. Und nun sind wir hier. Jenni hüpft vor Freude durch den Flughafen von Denpasar und kann nicht glauben, dass ihr Traum wahr geworden ist.

Wir haben geplant ungefähr 60 Tage in Indonesien zu bleiben, somit mussten wir am Flughafen dafür sorgen das richtige, verlängerbare Visum zu erhalten (VOA). Mit dem normalen Touristen Visum kann man nämlich nur 30 Tage im Land verweilen, das VOA hingegen, ist um weitere 30 Tage verlängerbar. Im Flughafen mussten wir also an den Immigrationschalter und für 37 CHF pro Person bekamen wir ganz einfach das VOA. Anstatt sich dann an einer endlosen Schlange für das „normale“ Touristenvisum anzustellen, dürften wir uns für die Passkontrolle bei den ersten zwei Schaltern einreihen, wo es recht zügig ging. Bevor man dann endgültig zur Gepäckausgabe kann, muss man noch die Zollerklärung, sowie eine Einreisekarte ausfüllen und abgeben. Funktioniert alles sehr unkompliziert.

Canggu – Surf- und Healthymekka 

Von einem Grabfahrer liessen wir uns vom Flughafen zu unserer Unterkunft in Canggu, im Westen Balis, bringen. Apropos Grab, wir haben euch noch gar nicht von diesem fantastischen Transportservice berichtet. Es ist mit dem europäischem Uber vergleichbar. Für Backpacker ist es wirklich ideal um Transportkosten zu sparen. Zudem ist das System sehr praktisch. Auch in der Pampa, wo weit und breit kein Taxi zu sehen ist, holt dich Grab ab. Da auch hier der Krieg Taxis gegen Grab besteht, dürfen Grabs jedoch nicht in die Touristenzentren, wo die Taximafia sehr sauer wird, wenn ein Grabber das Revier betritt. Aber das kann man auch umgehen, indem man zu Fuss in eine etwas abgelegenere Gasse geht und schnell ins Auto einsteigt. Und das angenehmste an der Geschichte ist, dass man nicht mit den Taxifahrern um den Tarif verhandeln muss. Obwohl sie sich Taxi nennen, nutzt niemand ein Taximeter!

 

Für 25km haben wir zwei Stunden gebraucht. So einen Verkehr (davon mehrheitlich Mopeds) hatten wir auf einer Insel nicht erwartet. Aber schon klar mit 800’000 Einwohner in Denpasar. Durch die Fensterscheiben beobachteten wir baff diesen, auf den ersten Blick, ungeregelten Verkehr. Uns wurde etwas mulmig, an den Gedanken selbst hier mit dem Moped zu fahren.

Als wir endlich ankamen, wurden wir bereits an der Autotür herzlich willkommen geheissen und hatten das Gefühl im Paradies gelandet zu sein. Das Guesthouse hat einen wunderschönen, gepflegten und satt grünen Garten mit einem Pool mit Blick auf die bezaubernden Reisfelder. Die Hütten sind sogenannte „Joglos“, traditionell javanische Volkshäuser. Zum Check-in gab es eine eiskalte Kokosnuss zum Trinken. Eine richtige Wohlfühloase! (Link zur Unterkunft ist unter den Empfehlungen)

Nun mussten wir uns aber irgendwie fortbewegen. Auf Bali ist man auf ein Transportmittel angewiesen. Das Moped ist das gängigste Mittel, weil man am besten durch den Verkehr und die engen Strassen kommt. So liehen wir uns ebenfalls ein Moped und warfen uns mitten ins Geschehen. Es schien als Aaron nie etwas anderes gemacht hätte, er schlich sich durch den unbekannten Verkehr wie ein Profi.

 

Wir merkten sofort, dass wir hier mit den uns bekannten Verkehrsregeln, keine Chance haben und mussten uns somit dem balinesischen System anpassen. Das balinesische Strassensystem ist wahrscheinlich aus Notwendigkeit entstanden und funktioniert verblüffend gut. Jeder schlängelt sich von allen Seiten durch wie er nur kann, ohne jedoch einen anderen Fahrer zu gefährden. Rote Ampeln werden nur bedingt respektiert, Hupen werden als Warnzeichen zum Überholen genutzt, Überholen kann man sowohl von rechts als auch von links, sogar der Bürgersteig wird befahren um an Autoschlangen vorbei zu kommen. Klingt alles sehr chaotisch und gefährlich, ist in Wirklichkeit ein perfekt funktionierendes, gar entspanntes System. Sehr oft bekommt man ein freundliches Lächeln von Fahrern aus der entgegengesetzten Richtung, geschweige denn jemand flucht oder schimpft, das ist unüblich in Indonesien, kein Indonesier will sein Gesicht verlieren.

Es ist ein Vergnügen einfach nur mit dem Roller durch die Gegend zu fahren und das Geschehen und das Leben der Einheimischen zu beobachten. Es ist faszinierend zu sehen mit welch einer Hingabe die Balinesen sich dem alltäglichen religiösen Ritualen widmen.

Wir haben gemerkt, dass es sich lohnt Indonesien mit allen Sinnen aufzunehmen. Der Geruch der Räucherstäbchen, der frischen Wäsche oder der leckeren traditionellen Gerichte, sowie die Geräusche, wie das Gackern der Hühner, der Klang der traditionellen Instrumente oder die Gebete aus den Tempeln.

Das kulinarische Angebot in Canggu ist der Wahnsinn! Hier ist der absolute Sport- und Healthy Wahn ausgebrochen. Die Strassen, die zu den 3 Hauptstränden führen, wimmeln vor hoch modernen Restaurants, die organisches, gesundes und dazu noch leckeres Essen anbieten. Eine Bar ist schöner und ausgefallener als die andere. Das Publikum sieht auch dementsprechend aus: in Topform und durchtrainiert. Dieser Trend hat dich hier aus zwei Gründen so verbreitet: Zum einen, weil die Strände extrem gut für alle Surflevels geeignet sind, zum anderen, weil sich hier in wenigen Jahren eine grosse Community von Expats eingenistet hat und natürlich die Lebensweise beeinflusst hat.

 

Neben dem Surfing findet man in Canggu auch viele Yogastudios. Das lockere  Surferflair, gemischt mit der entspannten Zen Atmosphäre, macht aus Canggu eine super coole Ecke.

In den zwei Wochen, die wir hier verbracht haben, haben wir uns ein bisschen von dem herrschenden Trend mitreissen lassen. Und natürlich versuchten wir auch selber die ersten Stehversuche auf einem Surfbrett. Hier kommt man fast nicht drum herum.

Wir buchten also einen Surflehrer am Strand für Anfänger (Batu Bolong). Zuerst ein paar Grundregeln, einige Trockenübungen am Strand und schon 15 Minuten später waren wir im Wasser und paddelten. Was so leicht aussiehst wenn man den Surfern zuguckt, ist in Wirklichkeit extrem anstrengend. Bis wir überhaupt den Punkt, wo man auf die Welle wartet, erreicht hatten, hatten uns die Wellen schon ein paar mal vom Brett geschleudert. Noch einige Erklärungen wie wir besser paddeln und wie wir auf dem Brett kleben bleiben und schon sollen wir uns für die erste Welle bereit machen. Nase zum Strand und auf die Kommandos des Lehrers hören. Erst „paddel, paddel“, dann „up“. Wir glaubten es selber nicht, nach dem zweiten Versuch standen wir schon beide auf dem Board und gleiteten mit der Welle in Richtung Strand. Yeaaaah! Aber nicht mal die Zeit um das Erfolgserlebnis innerlich zu feiern und schon hörten wir vom Teacher rufen: „paddel, paddel. Das Stück das wir gesurft sind, mussten wir nun wieder zurück! Obwohl wir beide recht sportlich sind, empfanden wir diese Armübung als sehr ermüdend. Erfahrenere Surfen zogen mit Leichtigkeit an uns vorbei, während wir wie Hunde versuchten voran zu kommen. Dann das ganze Spiel von Vorne. Auf die Welle warten, bereit machen, paddeln, aufstehen, surfen uuuuuund zurück paddeln. Nach 1 1/2 Stunden waren unsere Fusszehen und der Bauch so wund gerieben und die Arme so kaputt, dass wir fürs erste Schluss machten. Es hat einen Riesen Spass gemacht, aber wir hätten nie gedacht, dass es so anstrengend ist.

 

 

Die drei Hauptstrände von Canggu haben alle ihren eigenen Charme. Batu Bolong ist am besten für Surfanfänger geeignet. Hier reiht sich eine Surfschule an die andere. Sie haben zum Glück alle den gleichen Preis! Alle bieten gleichzeitig noch Drinks oder Essen an. Viele haben diese bunten Sitzkissen, die regelrecht zum Chillen einladen. Abends wird die Atmosphäre noch mit Life Musik abgerundet.

Batu Bolong

 

Echo Beach

 

Die Echo Beach ist sehr hübsch. Auch hier hat man die Qual der Wahr unter den Bars. Eine sticht jedoch auf Grund der speziellen Konstruktion besonders hinaus: La Brisa. Diese Bar wurde aus Holz von über 500 alten Fischerbooten gebaut und die Dekoration handangefertigt.

Aber auch die die anderen Bars haben es in sich. Jede auf ihre Art speziell und einladend. Ein tolles Konzept ist das der Grillrestaurants hier genau am Strand. Zu fairen Preisen kannst du dir hier Fisch oder Fleisch nach Wahl grillen lassen und dich dazu à déscrition vom Beilagenbuffet bedienen. Leider sind hier zur Sonnenuntergangszeit so viele Sandfliegen, dass man nicht mehr essen kann, weil sie dein Essen in Beschlag nehmen. Uns ist das so passiert. Wir mussten leider flüchten, obwohl wir gerade erst angefangen hatten zu essen. Der Kellner meinte, dass die Fliegen nach Sonnenuntergang wieder verschwinden…wir haben es nicht mehr probiert.

 

 

 

 

Berawa Beach ist die ruhigste der drei. Vielleicht liegt es daran, dass die Wellen hier nur für Fortgeschrittene geeignet ist. Auch hier findet man viele süsse kleine Bars, die auch gleichzeitig Surfverleih machen. Das Canggu Merkmal der bunten Kissen ist auch an diesem Strand verbreitet. Das beste Getränk um auf diesen bei der Hitze zu verweile ist eine eiskalte frische Kokosnuss. Tipp: umbedingt fragen, ob sie kalt ist, warm schmeckt sie nämlich wie warme Cola. 😉

Berawa Beach

 

Unsere Empfehlungen

Unterkunft: Wooden Green Paradise– schöne traditionelle Joglos inmitten der Reisfelder. Liebevolle Gastgeber.

Restaurants: Motion Café – Tolles Healthy Konzept. Ausgefallene mega Salate, gesunde Desserts. Sehr gute Produkte und faire Preise. Unbedingt ausprobieren!

La Baracca – es gibt keine Worte um den Genuss des Essens hier zu beschreiben. Es ist das beste italienische Restaurant, das wir kennen. Qualität, Service und Preise top. Ihr müsst umbedingt die Pizza probieren, aber auch alles andere ist super lecker.

Wir haben uns sehr wohl gefühlt in Canggu. Es gibt viel zu tun und zu sehen, die Leute sind freundlich und es gibt alles was das Herz begehrt. Auch die Umgebung hat viel zu bieten. Da wir aber neugierig sind, was uns in Bali und Indonesien sonst noch erwartet, geht es mit einem weinenden Auge weiter nach Ubud. Warum die Tränen schnell getrocknet sind, erzählen wir euch im nächsten Beitrag. 🙂

Aktuell befinden wir uns auf Nusa Lembongan, eine kleine Insel östlich von Bali und suchen nach dem nächsten Ort zum Ansteuern. Gili Inseln? Lombok? oder weg von Indonesien? Wir lesen gerne in den Kommentaren eure Empfehlungen.

Bis dann,

Jenni & Aaron

 

1 Kommentar

  1. Adriana&Thomas

    Cari Travelinos!
    Wie angenehm und spannend ist es, Eure Reiseberichte zu lesen!!
    Wir freuen uns, dass das Intermezzo mit dem Unfall nun vorbei ist und dass ihr Euch voller Neugier neuen Destinationen zuwenden könnt. Leider können wir Euch keine Empfehlungen abgeben, da wir diesen Erdteil (und so viele andere?!!) nie bereist haben.
    Eine Frage beschäftigt uns weil wir uns (bzw Thomas (?)nun doch dem Rentenalter nähern??: wie ist es wenn man 24/24Std miteinander verbringt? Geht man sich nicht zwischendurch gewaltig auf die Nerven? Und wenn doch, was macht ihr dann? Im Meer abkühlen? Auf die ? klettern, Kokosnüsse zählen, Tee trinken und abwarten? ??
    Aber vielleicht seid ihr noch nie an diesem Punkt gelangt …ihr seht auf den Fötelis immer tiefenenspannt und glücklich aus!…und so soll es noch sehr lange bleiben!! ?
    Weiterhin alles Liebe und eine spannende Weiterreise! Un abbraccio
    Adriana&Thomas

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