Geplatzte Weihnachten im Paradies

 

Am 1. Weihnachtstag kurvten wir mit unserem Moped über die Insel Nusa Lembongan von einem Strand zum anderen und konnten unserem Glück, Weihnachten in so einem Paradies feiern zu dürfen, nicht glauben. In der Fraktion einer Sekunde wurden wir jedoch buchstäblich auf den Boden zurückgeholt. Eine Kurve, ein bisschen Sand, ein bisschen Gas und schwups… lagen wir beide auf einer Seite mit dem Moped auf uns drauf. Voller Schreck standen wir auf und checkten ab, ob noch alles dran ist. Jenni hatte ausser einer winzigen Schürfwunde am kleinen Finger, gar nichts. Aaron blutete an der Schulter, am Ellenbogen, am Knie und auf der Fussoberfläche. Er meinte, es sei alles in Ordnung und fuhren zur Unterkunft, um die Wunden zu desinfizieren. Beim näheren Hinsehen wurde uns aber klar, dass die Wunde sehr tief war und medizinische Behandlung benötigte. Wir liessen uns von den hilfsbereiten Mitarbeitern des Guesthouses zum nächsten  Medical Center fahren, was sich als die beste Entscheidung herausstellte, denn die Wunde war so tief, dass eine Infektionsgefahr bestand und er aufgrund dessen Antibiotika einnehmen musste. 2 Wochen müsse er aufs Baden verzichten und alle 2 Tage die Wunde behandeln. Wir waren schlussendlich froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist und humpelten erstmal wieder in die Unterkunft. Ende gut alles gut dachten wir…

Nun sind 13 Tage vergangen und Aaron kann immer noch nicht laufen. Inzwischen haben wir Krücken gekauft und sind wieder zurück auf Bali, um den Fuss röntgen zu lassen. Das Video gibt euch eine Idee von der Aktion der Überfahrt mit dem Boot!

 

 

 

 

 

An dieser Stelle möchten wir die Hilfsbereitschaft dieser Leute unterstreichen. Wir haben im unserem ganzen Leben so etwas noch nicht erlebt. Die Leute hier geben und geben ohne etwas zu verlangen.

Ein ganz spezielles Danke geht an die Gastgeber vom Seaweed Guesthouse auf Nusa Lembongan. Sie haben uns zwei Wochen lang wie ihre eigene Familie behandelt und uns geholfen wie sie nur konnten. Auch an Silvesterabend wurden wir eingeladen mit ihnen zu essen. Wir haben zusammen Fisch geräuchert und nachher mit Reis und ihrer balinesischen Sambal Sosse gegessen.

 

Sie haben unseren Aufenthalt richtig einzigartig gemacht und dürften viel von ihnen lernen, sowie sie von uns. Mit Wayan haben wir eine besondere Beziehung aufgebaut und dürften ihn einige Fragen über sein Leben stellen, die uns auf der Zunge brannten. Die Antwort auf unsere letzte Frage, ob er einen Traum hat, hat uns regelrecht umgehauen. Sobald wir einen Ort mit schnellem Internet finden, werden wir das Video mit dem Interview hochladen :-).

Nach Ankunft in der neuen Unterkunft (Villa Arindra) in Jimbaran, hat Aaron sogar einen riesen Obstkorb mit einer „Gute Besserungskarte“ vom Gastgeber bekommen und auch hier bieten alle ihre Hilfe für Transport oder balinesische Heilung (die haben wir aber bis jetzt noch nicht angenommen) an.

 

 

Nun warten wir die Ergebnisse der Röntgenaufnahmen ab und halten euch auf dem Laufenden. Solange versuchen wir das beste aus der gezwungen Pause zu machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ciao

Jenni & Aaron